Über das Züchten von Rassekatzen

Die Katze - nicht der Hund!- ist heute das beliebteste Haustier in vielen Ländern.

Unter den vielen Millionen Katzen sind nur einige wenige, welche wir als "Rassekatzen" bezeichnen.

 

Was ist überhaupt eine Rasse?

Das Wort ›Rasse‹ hat eine ungeklärte Etymologie. Es geht wahrscheinlich auf das altitalienische (ursprünglich maskuline) ›l’arraz‹ »Rasse« zurück, das wiederum von dem französischen ›haraz‹ (›haras‹) mit der Bedeutung »Gruppe von Hengsten und Stuten, die zur Zucht gehalten werden« abstammt. Seit dem späten 18. Jahrhundert bildet es eine Kategorie zur taxonomischen Klassifikation von Organismen unterhalb der Ebene der Art. (Quelle: Uni Potsdam)

 

"Rassen sind Populationen einer Art, die sich in ihrem Genbestand (Allelenbestand, Genpool) und damit auch in ihrer Merkmalsausprägung (phänotypisch) von anderen Populationen derselben Art (Spezies) in einem Ausmaß unterscheiden, welches eine taxonomische Abtrennung (und damit Belegung mit einem eigenen Rassennamen = Trinomen, Nomenklatur) rechtfertigt."                                                       

oder auch:

"Kulturrassen, vom Menschen durch künstliche Selektion gezüchtete Haustier- und Pflanzenrassen (Tierzucht, Pflanzenzüchtung). Sie sind auf bestimmte Wildarten als Stammarten zurückzuführen, mit denen sie oft noch fruchtbar kreuzbar (Kreuzung) sind.

(Spektrum Akademischer Verlag, 2001)"

Katzen als Rasse

Lange Zeit war unklar, was denn nun die Stammart war, aus welcher sich die Hauskatzen entwickelt haben. Es gab dazu unzählige Vermutungen, die teilweise auch nur auf einzelne Rassen bezogen waren. So sollte die Maine Coon auch vom Waschbär abstammen.

Genetische Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass alle Hauskatzen und somit auch alle Rassekatzen, auf die Falbkatze als Stammart zurückzuführen sind.

Eine Einschränkung muss aber für die Rassen gelten, welche durch Hybridisierung (Mischung) mit Wildkatzenarten entstanden sind, wie z.B. die Bengalische Katze.

Wie alles begann

Die Katzenzucht ist heute weltweit verbreitet und hat sich aus einem Zeitvertreib  "besserer Kreise"  zu einem beliebten Hobby quer durch die Gesellschaft entwickelt. Wann genau die "systematische" Zucht mit Katzen begonnen wurde, ist nicht bekannt.

Da jedoch der erste Katzenverein - der National Cat Club - 1887 gegründet wurde, liegen die Anfänge systematischer Zucht wohl in etwa zu dieser Zeit.

 

Die Langhaarkatzen des europäischen Adels waren jedoch auch schon das Ergebnis selektiver Vermehrung, jedoch existierten zu der Zeit keine definierten Standards, wie wir sie heute kennen. Gleiches gilt natürlich für Hauskatzen bzw. Bauernhofkatzen, welche zwar selektiert (in dem Fall auf besonders gute Mäusejäger) jedoch wegen des fehlenden Standards nicht systematisch gezüchtet wurden.